Tourismus und Verkehr

 

Unsere Insel ist touristisch sehr stark nachgefragt und in Niedersachsen die Nr. 1 bei den Übernachtungszahlen. Seit der Übernahme des Staatsbades durch die Stadt Norderney wurden sehr viele Investitionen von öffentlicher Hand und in der Privatwirtschaft getätig. Dies hat die Insel qualitativ deutlich voran gebracht. Aber wir müssen aufpassen. Die Aufnahmekapazität von Gästen ist nahezu an ihre Grenzen gekommen. Ein mengenmäßiges Wachstum ist kaum noch möglichl!
Unser Augenmerk muss weiterhin eher auf den Zuwachs an Qualität gerichtet sein - auch bei der Gestaltung der Verkehrssituation. Die Norderneyer und ihre Gäste sollten sich im Stadtgebiet und auf Rad- und Wanderwegen sicher bewegen können. Wir wünschen uns, dass die betroffenen Innenstadtstraßen mehr zum Flanieren und Verweilen einladen.

Unsere Vorstellungen für ein geordnetes und entspanntes Miteinander möchten wir Ihnen hier ebenso darstellen wie weitere Projekte, die unsere Infrastruktur verbessern können.

 

Straßen

 

 

In den vergangenen fünf Jahren konnten wir die Sanierung der Nordhelmstraße bis auf einen Abschnitt inklusive der Erneuerung der Regenentwässerung komplett abschließen.
 

 

 

 

Die weiteren notwendigen Straßenerneuerungen auf der Insel müssen sich nach den Erfordernissen des Tourismus und der Versorgung richten.
Zunächst sind hier die Stichstraßen in die Innenstadt als Hauptverkehrs- und Versorgungsachsen zu nennen:
 

> Weststrandstraße (in Kombination mit dem 5 Sterne-Hotel)
> Janusstraße
> Feldhausenstraße
> Mühlenstraße
> Südstraße
> Jann-Berghaus-Straße (von der Lucius- bis zur Südstraße)

 

 

 

Darüber hinaus muss im Außenbereich die Straße zur "Weißen Düne" endlich saniert werden.

 

 

Fußgängerzonen und Fahrradverkehr

 

Aufgrund der hohen Gästezahlen sind verschiedene Straßen in der Innenstadt oft verstopft durch Fußgänger, Fahrradfahrer und Autoverkehr. Eine für alle Gruppen verträgliche Lösung muss her. Aber je stärker wir den Fußgänger in den Vordergrund stellen, desto mehr muss man dafür sorgen, dass auch Radfahrer zu ihrem Recht kommen und nicht aus der Innenstadt verbannt werden.

 

Für die Saison sollte die Fußgängerzone in der Friedrichstraße östlich über die Knyphausenstraße bis zur Winterstraße erweitert werden. Die Knyphausenstraße wird dabei in diesem Abschnitt baulich angepasst.
 

Der Herrenpfad zwischen Knyphausenstraße und der Jann-Berghaus-Straße wird dann ebenfalls zur Fußgängerzone.
 

Auch die Jann-Berghaus-Straße von der Luciusstraße bis zur Poststraße sollte insgesamt zum Fußgängerbereich werden - natürlich unterbrochen durch die für den Autoverkehr wichtige Winterstraße.
 

Innerhalb dieser Bereiche könnte, dort wo die Straßenbreite ausreichend ist, in der Mitte ein Radweg farblich abgehoben werden. In anderen Ländern klappt dies ausgezeichnet. Auch auf der Strandpromenade wäre ein gekennzeichneter Fahrradweg sinnvoll.
 

Der Anlieger- und Versorgungsverkehr muss sich in diesen Bereichen dem Fußgänger und Radfahrer unterordnen.

 

Rad- und Wanderwege

 

 

Die vielen Radfahrer auf den Wanderwegen nehmen den Spaziergängern den Platz, so dass diese ständig auf den Grünstreifen bzw. in die angrenzenden Dünen ausweichen müssen. Eine entspannte Wanderung in der Natur ist da kaum möglich.

 

 

 

Daher sollten zumindest die Hauptwanderwege “Zuckerpad” und “Alter Postweg” ausgebaut und - wie z.B. beim “Habenpad” - Radfahrer von Fußgängern getrennt werden.

 

 

Verkehrsbeschränkungen verändern - Elektromobilität fördern

 

Der größte Beschwerdebereich unserer Gäste betrifft den Autoverkehr in der Norderneyer Innenstadt. Wir benötigen daher nicht nur Verkehrsberuhigungen sondern auch eine Veränderung in der Verkehrsbeschränkung. Die Anzahl der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in der Stadt und mit ihnen die Lärmbelästigung und Emissionsbelastung muss weiter reduziert werden. Gleichzeitig wird das Angebot an Elektroautos größer und deren Anschaffungskosten werden geringer. Unser Ziel muss es sein, die Förderung und Entwicklung der Elektromobilität soweit voranzubringen, dass mittelfristig im Privatverkehr nur noch reine Elektroautos in die Innenstadt fahren dürfen. Die heutigen Ausnahmegenehmigungen bleiben natürlich für die bestehenden Fahrzeuge gültig.

 

 

Auch in anderen Kategorien wünschen wir uns ein Umdenken in Richtung Elektromobilität, z.B. beim Liefer- und Handwerkerverkehr, bei Bussen und Taxen, bei Ärzten und Pflegediensten. Einige Unternehmen haben bereits reagiert.
 

 

 

 

In dem Maße, wie der Individualverkehr in der Stadt eingeschränkt wird, muss der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) erweitert und optimal getaktet werden.
 

 

 

Vor fünf Jahren hatten wir auf die Probleme mit dem ruhenden Verkehr vor allem in der Innenstadt hingewiesen und die Aufstockung des Vollzugspersonals gefordert. Dies ist erfolgt - das Problem besteht aber weiterhin. Die gewünschte Wirkung kann nur erzielt werden, wenn die betreffenden Mitarbeiter sich vollends auf diese Tätigkeit konzentrieren können und von anderen Aufgaben entlastet werden.

 

Bushaltestelle und Taxenstand Rosengarten

In den nächsten Monaten wird die abgängige Bushaltestelle Rosengarten und der dortige Taxenstand von Grund auf erneuert. Die neue Haltestelle wird überdacht, kann beidseitig von den Linienbussen angefahren werden und wird behinderten-gerecht gestaltet. Diese Baumaßnahme wird sowohl vom Landkreis Aurich als auch von der Landesnahverkehrsgesellschaft finanziell gefördert. Gleichzeitig wird ein im Innenstadtbereich notwendiges Toilettenhäuschen in der Nähe des
Rosengartens errichtet.
 

 

 

Flugplatz

 

Seit jeher hat sich die Norderneyer SPD für den Erhalt des Inselflughafens eingesetzt. Dies gilt auch für die Zukunft. Das Umfeld muss aber deutlich attraktiver gestaltet werden.
 

 

Die vor einigen Jahren eingeführte Besteuerung von Flügen im Inselverkehr konnte erfreulicherweise durch die Intervention von SPD-Politikern in der EU, dem Bund und dem Land wieder außer Kraft gesetzt werden, sodass eine unverhältnismäßige Belastung für den Inseltourismus abgewendet werden konnte.
 

 

Mobiles Internet

Die Deutsche Telekom hat in den vergangenen Monaten daran gearbeitet, ihr Leitungsnetz zukunftsfähig zu machen. Dies erwartet der Gast von einer führenden Urlaubsdestination. Viele Hotel- und Gastronomiebetriebe bieten bereits kostenloses W-LAN an. Auch die Stadt und das Staatsbad sollten dies in geeigneten Bereichen umsetzen (z.B. an den Badestränden, am Kurplatz und in den Fußgängerzonen).
 

 

Servicefreundlichkeit

Nach der Erneuerung der Nordhelmstraße und der Verbesserung der Regenentwässerung setzt sich die SPD im Sinne der vielen Einwohner und Gäste in der Nordhelmsiedlung, Im Gewerbegelände, Am Fischerhafen und im Ostland für eine Erweiterung der dortigen Infrastruktur ein. Es fehlen z.B. ein Geldautomat und eine Apotheke.

 

 

Die SPD hält es für absolut erforderlich, dass auch nach dem Umzug der Reederei-Geschäftsstelle in das neue Fährterminal am Hafen ein Büro der Frisia sowie auch ein Servicepunkt der Deutschen Bahn im Stadtgebiet verbleiben.
 

 

 

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