Soziales und Senioren

 

Die Bewältigung der Folgen der Bevölkerungsentwicklung ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Kommunalpolitik. In allen Bereichen gilt es, die besonderen Interessenlagen älterer Menschen zu berücksichtigen. Ein Viertel der Einwohner unserer Insel ist über 65 Jahre, mehr als 600 sind über 75 Jahre alt. Daher ist es wichtig, die Eigenaktivität und die selbständige Lebensführung von Seniorinnen und Senioren zu stärken und zu fördern.
Neben dem Engagement für diese Bevölkerungsgruppe werden wir uns in der kommenden Legislaturperiode um weitere soziale Themen wie z.B. “bezahlbarer Wohnraum”, “Krankenhaus” und “Betreuung Arbeitssuchender” bzw. “Arbeitsvermittlung auf der Insel” kümmern müssen.

 

Bezahlbarer Wohnraum

 

Beim Thema “bezahlbarer Wohnraum” ist unsere Insel auf einem guten Weg. Rechtzeitig haben SPD-geführte Stadträte dafür gesorgt, dass mittlerweile knapp 700 Wohnungen unterschiedlicher Größe im städtischen Besitz sind und zu vergleichsweise günstigen Mieten unseren Einwohnern angeboten werden können. Verbunden damit ergibt sich aber auch ein hoher Renovierungsbedarf, um den Wohnraum kontinuierlich auf einem zeitgemäßen Standard zu halten.
Die Häuser an der Mühlenstraße sind größtenteils saniert und energetisch auf dem neusten Stand. Wir werden uns dafür einsetzen, dass Renovierungsprozesse kontinuierlich Straße für Straße fortgesetzt werden.
Um den anhaltend hohen Bedarf an kommunalem Wohnraum auch weiterhin bedienen zu können, muss in Wohnbereichen, da wo es vertretbar ist, auch eine Verdichtung stattfinden, wie z.B. An der Mühle.

 

 

Wohnen im Alter

 

Wir haben zwar 94 sogenannte Altenwohnungen Am Kap, von denen jedoch wenigstens die Wohnungen im Obergeschoss nur bedingt seniorengerecht, auf keinen Fall aber behindertengerecht sind. Hier sehen wir einen großen Handlungsbedarf für die kommenden Jahre.
 

Wir können uns aber auch sehr gut vorstellen, dass auf dem Grundstück “Hinnis Tuun” geförderte Seniorenwohnungen entstehen, die alters- und behindertengerecht sind. Diese Wohnungen werden vermehrt benötigt; bei Neubauprojekten der WGN müssen umfangreiche Fördermittel des Landes genutzt und dabei nachhaltige Nutzung und Barrierefreiheit sichergestellt werden.

 

 

Ambulante Hilfe

Da nicht alle Menschen ohne fremde Hilfe und Pflege leben können und der Anteil der Hochbetagten erfreulicherweise kontinuierlich zunehmen wird, müssen wir stets ein besonderes Augenmerk darauf haben, dass ambulante Hilfen in ausreichendem Maße vorhanden sind. Ältere Mitbürger sollten so lange wie möglich in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung leben können.

 

Senioren- und Pflegeheim "Inselfrieden"

 

Auf Initiative unseres Kreistagsabgeordneten Johannes Terfehr wurde seitens des Landkreises hoher Druck auf die bisherige Pflegeheim-Betreiberin ausgeübt, sodass die unhaltbaren Zustände im “Inselfrieden” beendet werden konnten. Durch den nachfolgenden Rückkauf des Altenheims durch die Stadt und die anschließende Vergabe der Heimbetreuung an die Sander Pflege GmbH sind die ersten wichtigen Schritte getan und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Pflegebedürftige auf Norderney in Würde ihren Lebensabend auf der Insel verbringen können.

 
 

Eine zeitnahe Verbesserung der baulichen Verhältnisse und der Infrastruktur insgesamt ist dringend notwendig und wird von uns vorbehaltlos unterstützt und voran gebracht werden.

 

 

Krankenhaus

 

Der Erhalt unseres Krankenhauses ist eines unserer wichtigsten Ziele. Wir brauchen diese Einrichtung für die Grundversorgung unserer Einwohner und Gäste. Ein Dank gilt allen Spendern für die finanzielle Unterstützung. Langfristig muss eine dauerhafte Lösung mit dem Landkreis, dem Land Niedersachsen und den Kostenträgern erreicht werden, um die ärztliche Versorgung und die Situation der Mitarbeitenden sicher zu stellen. Hierzu werden wir unsere politischen Kontakte nutzen und mögliche Kooperationen mit dem geplanten Zentralkrankenhaus in unserem Landkreis prüfen.

 

 

Agentur für Arbeit / JobCenter

 

Die Dienststelle der Arbeitsagentur bei den Stadtwerken war in diesem Jahr  nur sporadisch besetzt. Auf Drängen der SPD konnte zusammen mit dem Bürgermeister erreicht werden, dass zukünftig alle 14 Tage Sprechstunden zu allen rechtlichen Fragen und Antragstellungen in städtischen Räumlichkeiten durchgeführt werden.

 
 

Das gleiche Angebot muss auch vom JobCenter des Landkreises auf der Insel vorgehalten werden.

 
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